Wir verbeugen uns vor unserem Partner ✝ Thorsten Wahner


Er war einer von den Guten.

Am 1. Advent 2023 ist unser langjähriger Partner Thorsten Wahner völlig unerwartet gestorben. Unserer Erschütterung, Fassungslosigkeit und Trauer steht große Dankbarkeit und Wertschätzung gegenüber. Wir verbeugen uns vor einem Macher, einem Mitdenker und Motivator. Vor allem aber verbeugen wir uns vor dem Menschen Thorsten. Denn seine Menschlichkeit spielte auch in seiner Profession eine große Rolle. Werte wie Fairness, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit waren die Säulen unserer Zusammenarbeit. Es hat so viel Freude gemacht, buchstäblich auf ihn bauen zu können. 

Er war einer von den Guten – und noch so viel mehr. Als Partner, Profi, Mensch. Dass wir ihn loslassen müssen, können wir nur langsam begreifen. Was wir aber wissen, ist, dass wir uns immer an ihn erinnern werden. Und ihn schon jetzt schmerzlich vermissen.

Im Gespräch: Thorsten Wahner – Geschäftsführer unserer Partnerfirma EUGEN WAHNER GmbH


Ohne Gerüst läuft nix!

Es gibt Dinge, die sind wie die Luft zum Atmen. Man macht sich kaum Gedanken darüber, nimmt sie für selbstverständlich und stellt sie in der Prioritätenliste mal eben hinten an. Aber wehe, sie sind nicht da. Dann stellt man ganz schnell fest, dass nichts mehr funktioniert – und dieses eine Ding tatsächlich Fundament für alles andere ist. Ein solches „Ding“ ist das Gerüst beim Bauen.

Passt, sitzt – und macht vor allem Sinn

Einer, der sich auf Gerüstbau bestens versteht, ist Thorsten Wahner – neben seinem Vater Benno Wahner ist er Geschäftsführer unserer Partnerfirma EUGEN WAHNER GmbH. Handwerklich unterwegs sind die Wahners schon seit 1853. Damals als kleiner Maler- und Tünchnerbetrieb, heute mit Schwerpunkt Gerüstbau, aber auch die beiden Abteilungen Korrosionsschutz und Logistik spielen eine wichtige Rolle. Und so, wie ein Gerüst sukzessive aufgebaut wird, bauten die Wahners Step by Step ihr Unternehmen auf. Am Anfang waren drei Kolonnen in Wahner-Mission unterwegs, heute sind es 13. Inzwischen besteht das Team aus über 60 Mitarbeitern, der Fuhrpark ist auf 25 Fahrzeuge gewachsen und es sind mehr als 150.000 m² Gerüst im Einsatz.

Apropos gewachsen:
Thorsten Wahner und Wolfgang Rosentritt sind im wahrsten Sinne zusammen gewachsen. Ihre erste gemeinsame Baustelle: Satorius2 in Würzburg. Das war vor zwölf Jahren. Und entpuppte sich schnell als Initialzündung. Warum die beiden seitdem nicht mehr ohne einander wollen, ist kein Zufall. Thorsten Wahner bringt es auf den Punkt. Und erzählt uns, was die Zusammenarbeit mit Rosentritt für ihn besonders macht.

„Dass das durchdachte, geplante und vorausschauende Aufstellen eines Gerüstes am Ende Zeit und Geld spart und noch dazu ein Optimum an Sicherheit bringt, haben nicht alle auf dem Schirm. Wolfgang Rosentritt schon."

Das perfekte Match – warum eine Schnittmenge so wichtig ist

Als ich Wolfgang Rosentritt zum ersten Mal begegnet bin, war ich beeindruckt von der Wertschätzung und der Bedeutung, die er dem Gerüstbau entgegen bringt. Das ist nämlich alles andere als selbstverständlich. Was mich auch sofort begeistert hat: Dass dieses Mitdenken, dieses Vorausschauende, für ihn höchsten Stellenwert hat und er sich ausschließlich Leute mit diesen Eigenschaften ins Boot holt. Und genau hier, in diesem hohen Anspruch an Effizienz, Effektivität und Qualität haben wir unsere große Schnittmenge. 

„Wenn, wie etwa beim Projekt »Schöner Wohnen am Main« in Kitzingen große Stahlbalkone geplant sind, wird nicht erst dann nach einer Lösung gesucht, wenn das schwere Geländer „irgendwie" hochgebracht werden muss. Vielmehr findet die Lösung bereits im Vorfeld statt – indem man beim Gießen der Betonplatte direkt eine Ankerhülse mit einbetoniert." 

Handschlagmentalität – vom Wert der Zuverlässigkeit

Wenn ich unsere vielen gemeinsamen Projekte im Nachhinein betrachte, denke ich tatsächlich besonders gern an unser erstes Projekt in der Satoriusstraße zurück, weil das ganze Drumherum bei Rosentritt einfach so ganz anders war, als ich es bis dato kannte. Als ich die Baustelle inspizierte, wusste ich zunächst nicht, dass ich es mit dem Chef höchstpersönlich zu tun hatte. Wir haben uns direkt geduzt und alles war entspannt. Auf meine Kostenschätzung ist Wolfgang Rosentritt ohne lange zu feilschen eingegangen. Er wusste, dass gute Arbeit ihren Wert und damit ihren Preis hat, und vor allem: Dass es keinen Sinn macht, am falschen Ende zu sparen. Dann haben wir den Auftrag per Handschlag besiegelt und eine Woche später ging es los. Keine Bürokratie, kein großes Gedöns, einfach machen. 

Vertrauen – wenn die Augenhöhe „Win-win" bedeutet

Der vermeintliche Gegensatz von Entspanntheit und lockerem Umgang auf der einen und dem hochprofessionellen Anspruch auf der anderen Seite ist bei genauerem Hinsehen gar kein Gegensatz. Im Gegenteil. Das wertschätzende und respektvolle Miteinander auf Augenhöhe bedingt am Ende die Qualität der Arbeit. Wenn jemand anfangen muss, auf Vertragsklauseln zu pochen und Rechte einzufordern, stimmt schon im Kern der Zusammenarbeit etwas nicht. Wolfgangs Unternehmer-mentalität und seine Qualitäten als Mensch wie auch als Macher, sind in sich total stimmig. Das ist in dieser Form für mich einzigartig.

„Bei Rosentritt sind nicht nur die Bauten etwas Besonderes, Prägendes. Es ist auch die Art der Zusammenarbeit."

Und was sagt Wolfgang Rosentritt zu seiner Zusammenarbeit mit den Wahners? Wir haben ihn direkt mal gefragt – und ihm zuvor das Interview mit Thorsten Wahner gezeigt. 

Ich kann die positiven Statements von Thorsten nur zurückgeben. Und ich erinnere mich ebenfalls sehr gut an unsere erste gemeinsame Baustelle. Gesehen, verstanden, einig. Es brauchte nur ein paar Minuten – danach war mir klar, hier bekomme ich jemanden, der beim Gerüstbau wirklich mitdenkt. Und mit mir gemeinsam die gesamte Baustelle durchdenkt. Oft ist es so, dass jeder nur sein Gewerk im Blick hat. Das alles "schnell, schnell" gehen soll,  ohne Rücksicht auf die nachfolgenden Gewerke. Hier war es anders. An die Probleme, an die ich nicht gedacht habe, hat Thorsten gedacht. So konnten wir ein Gerüst aufbauen, das wir bis zum Ende der Bauzeit nicht umbauen mussten und das von jedem Gewerk genutzt werden konnte. Das sieht man in der Baubranche selten.

 

Gesund wachsen – heißt immer im Gleichgewicht bleiben
So ähnlich wie wir in den letzten 10 Jahren gewachsen sind, sind auch die Wahners gewachsen. Das Entscheidende daran ist, dass dieses Wachstum auf einer gesunden Grundlage basiert. Auch Wahners haben ihre Firmenstruktur von Anfang an so aufgebaut, dass die Bürostruktur und das benötigte Equipment mitwachsen konnten. So erfahren wir nach wie vor den gleichen Service, auf den wir seit Beginn unserer Zusammenarbeit bauen: Wir erhalten innerhalb weniger Tage unser Angebot, wir erreichen immer den richtigen Ansprechpartner oder werden zuverlässig zurückgerufen und wir bekommen unser Gerüst immer zum vereinbarten Termin. Und wenn doch mal was schief läuft, dann steht Thorsten persönlich auf der Baustelle und richtet es, egal ob wir den Fehler gebaut haben oder es auf das Wahner-Konto geht. Und übrigens: Wir haben bis heute nicht ein einziges Mal über Geld oder Zeit diskutieren müssen. Das ist einzigartig, besser geht es nicht.

 

„Kurzum: Ich bin ein ganz großer Fan der Wahners."